Universitäre Scharia-Träume PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: U. Schlüer/RH   
Montag, den 11. Juli 2011 um 23:20 Uhr

An der Universität Zürich haben Rechtswissenschafter kürzlich eine internationale Tagung zum Islam durchgeführt. Ergebnis: «In gewissen Fällen» soll auch in der Schweiz «islamisches Familienrecht» gemäss Scharia gestattet werden – bis hin zur Polygamie. So fordern es die Professoren.

Polygamie, also Vielweiberei: Ist das ein akademisches Rezept zur Förderung der Verständigung mit islamischen Einwanderern? Die Einwanderer sollen nicht schweizerisches Recht akzeptieren – die Schweizer sollen sich vielmehr den Einwanderern «anpassen»?

Was heisst denn «ein bisschen Scharia-Recht» genau?

Polygamie

Anerkennung von Polygamie heisst: Jeder Muslim dürfte sich hier in der Schweiz vier Frauen halten – mitsamt Kindern, mitsamt Familiennachzugs-Bewilligung auch für Eltern und Grosseltern, gegebenenfalls auch auf Kosten der Fürsorge. Prosit Sozialhilfe-Kassen! Freue Dich, lieber Steuerzahler!

Kinderheirat

Ziviltrauung wäre für Muslime nicht mehr vorgeschrieben. Ein Imam könnte rechtsgültige Trauungen vornehmen – auch von Minderjährigen: In islamischen Ländern keine Seltenheit, da Schariakonform.

Verstossung

Die Scharia erlaubt dem Muslim, eine Gattin, wenn sie seinen Ansprüchen nicht (mehr) genügt, einfach zu verstossen. Kein Scheidungsrecht schützt eine solche Frau. Welch ein «Fortschritt»…

Züchtigung

Eine als «unbotmässig» beurteilte Muslima darf von ihrem Mann gezüchtigt werden: Bereicherung des Schweizer Ehe-Alltags?

Eine Frau, der Ehebruch vorgeworfen wird, droht nach islamischem Recht die Tötung durch Steinigung. Für Professoren auch in der Schweiz erstrebenswert?

Schweizer Eherecht oder Islam

Die Konvertitin Nora Illi, Exponentin des radikalen Islamischen Zentralrats, äusserte gegenüber verschiedenen Medien die Meinung, es sei Pflicht jeder islamischen Frau, alles zu tun, was ihr Mann von ihr verlange. Es sei auch als «naturgegeben» zu akzeptieren, dass jeder Mann von Zeit zu Zeit Verlangen nach einer anderen Frau verspüre. Soll das Schweizer Eherecht allen Ernstes solch islamischem Unterwerfungs-Ritual «angepasst» werden?

Das Schweizer Familienrecht schützt beide Ehepartner vor Ausbeutung, vor Unterdrückung, vor Entrechtung. Soll das – wie es Professoren allen Ernstes fordern – mit Rücksicht auf islamische Bräuche der Vergangenheit angehören?

Integration

Soll hier in der Schweiz anstelle der Ziviltrauung, die Gleichberechtigung sichert, die Anpassung an islamische Unterdrückungs-Ideologie erleichtert werden?

Integration kann nie heissen, dass die Schweiz unser demokratisch vom Volk beschlossenes Recht irgend welchen Imamen, irgend welchen radikalen islamischen Lehren opfert. Integration heisst: Unsere Regeln gelten für alle! Wer hier Wohnsitz nehmen will, hat unsere Regeln, hat das Schweizer Recht, auch das hier geltende Familien- und Eherecht vorbehaltlos zu akzeptieren. Wer das nicht will, soll sich anderswo niederlassen.

Setzen wir uns dafür ein, dass uns das Scharia-Recht erspart bleibt – auch zum Vorteil manchmal eher kopflos schreibender Intellektueller. Wir würden ihr Los beklagen, würden sie – wenn auch Schariakonform – plötzlich mit abgehackten Händen für nicht nachvollziehbare Schreibe büssen müssen…

 

Ulrich Schlüer

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 27. August 2011 um 17:39 Uhr